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Die populärsten Stimmgeräte für die Geige

Eine Geige zu stimmen ist keine Raketenwissenschaft. Mit etwas Übung gelingt das Stimmen im Handumdrehen. Doch Anfängern stellen sich zu Beginn meist mehrere Fragen. Zum Beispiel, wie oft eine Geige gestimmt werden muss, wie man vorgeht und welches Stimmgerät sich am besten eignet. Was man über Stimmgeräte für die Violine wissen muss und welche häufig gekauft werden, verraten wir in diesem Beitrag.

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Stimmgerät VS App

Gute Stimmgeräte sind in der Regel genauer als vergleichbare Apps. Allerdings ist die Abweichung meist so gering, dass sie in der Praxis keine Rolle spielt. Apps eignen sich also grundsätzlich zum Stimmen von Geigen und anderen Musikinstrumenten. Auf der anderen Seite sind qualitativ hochwertige Stimmgerät so günstig, dass eine Anschaffung sich auf jeden Fall lohnt. Stimmt man die Geige mit einer App läuft man Gefahr, abgelenkt zu werden und noch schnell seine Social Media Kanäle oder WhatsApp Nachrichten zu checken. Verwendet man beides, hat man zudem immer ein Backup. Eine gute App findet man im Google Play Store oder dem App Store von Apple. Gibt man dort den Begriff „Stimmgerät“ ein, erhält man eine große Auswahl an Applikationen. Mit den am besten bewerteten macht man in der Regel nichts verkehrt. Probiert man mehrere aus, findet man sicher eine, die einem gefällt. In der Regel geben Apps keinen Referenzton aus nach dem man sich beim Stimmen richten kann. Man streicht also eine Saite und kann auf dem Stimmgerät die aktuelle Tonhöhe ablesen, an welcher man sich orientiert und die Geige entsprechend stimmt.

Auf die richtige Stimmung kommt es an

Damit die Geige in der richtigen Tonhöhe spielt, muss man sie möglichst präzise stimmen. Die einzelnen Saiten haben dabei einen genau festgelegten Tonabstand relativ zueinander. Gestimmt wird in Quinten auf g – d1 – a1 – e2. Die Tonabstände von g zu d1 oder a1 zu e2 sind genau gleich. Wenn man die vier Saiten als Einheit sieht, so kann man diese Einheit ohne dass sich die Tonabstände der vier Saiten untereinander ändert, in einer bestimmten Tonhöhe stimmen. Man spricht hier von der absoluten Tonhöhe. Angegeben wird sie in der Einheit Hertz. Ein weit verbreiteter Begriff für die Tonhöhe lautet Kammerton. Seltener spricht man auch vom Normalton oder Stimmton. Der Kammerton A (a1) wurde mit 440Hz festgelegt und dient als Orientierung für Musiker überall auf der Welt. Festgelegt wurde er 1939 auf einer Konferenz in London festgelegt. Nicht überall werden die Instrumente auf diesen Kammerton gestimmt. In Deutschland ist es zum Beispiel üblich, einen Stimmton von 443 Hz zu verwenden. In der Schweiz sogar noch 1 Hz weniger. Die absolute Tonhöhe und damit der Kammerton, sollten also bekannt sein. Mit 440 Hz macht man aber nichts verkehrt.

Mit Stimmgabel stimmen?

Bei Stimmgeräten kann ist der Kammerton in der Regel mit 440 Hertz vorgegeben. Er lässt sich aber per Knopfdruck ganz leicht individuell einstellen. Eine Stimmgabel erzeugt einen Referenzton, an welchem man sich orientieren kann. Die A-Saite wird an dabei an den Ton der Stimmgabel angeglichen. Stimmgabeln gibt es in ganz unterschiedlichen Frequenzen. Neben 440 Hertz gibt es unter anderem Ausführungen mit 432, 442 oder 443 Hz. Im Gegensatz zum Stimmgerät lässt sich die Stimmgabel nicht einstellen. Man benötigt also für jede Stimmung eine andere Stimmgabel oder entsprechend als Ergänzung ein Stimmgerät. Preislich bewegen sich die meisten Stimmgabeln in etwa auf dem Niveau eines soliden Stimmgerätes. Wer gerne eine Tuning Fork, so lautet die englischsprachige Bezeichnung, für den heimischen Gebrauch haben möchte, sollte nicht zögern. Das Stimmen mit der Stimmgabel ist eine andere Erfahrung als mit einem Stimmgerät, wenn auch anspruchsvoller. Für blutige Anfänger und Kinder also eher keine Option.

So funktioniert ein Stimmgerät

Die Bedienung ist kinderleicht. Die meisten Modelle verfügen über ein Display, welches den aktuellen Kammerton anzeigt. Beim Einschalten sind dies 440 Hertz. Zwei Knöpfe die sich meist rechts vom Display befinden werden zum kalibrieren verwendet. Die Frequenz lässt sich so beliebig erhöhen oder nach unten korrigieren. Außerdem wird der aktuelle Ton angezeigt und eine Art Tacho gibt aus, wie hoch die Abweichung zum gewünschten Ergebnis tatsächlich ist. Ist die Nadel genau in der Mitte, zeigt also nach oben zur Null, ist die Saite ganz genau gestimmt und der Ton akkurat. Ist er zu tief, wandert die Nadel entsprechend nach links beziehungsweise nach rechts, wenn er zu hoch ist. Die Angabe der Abweichung erfolgt in Cent. Das Ganze wird mit entsprechenden LEDs visuell noch erleichtert, so kann man seine Geige auch stimmen, wenn wenig Licht vorhanden ist und das Ablesen des Displays zu anstrengend ist. In der Mitte befindet sich eine grüne LED, genau über der Null. Leuchtet diese, ist die Saite richtig gestimmt. Die roten LEDs links und rechts zeigen entsprechend Abweichungen an. Am einfachsten geht das Stimmen, wenn die Saiten nur nachgestimmt werden müssen, also kleinere Abweichungen korrigiert. Man kann bei den meisten Stimmgeräten auch Töne ausgeben lassen. Hierzu drückt man auf die Sound-Taste und kann dann die Geige entsprechend stimmen. Viele Stimmgeräte haben ein integriertes Metronom welches sowohl akustisch oder rein visuell über Anzeige und LEDs betrieben werden kann. Der Betrieb erfolgt meist über kleine AAA-Batterien, welche sehr lange halten.